Agnietė Lisičkinaitė & Igor Shugaleev


Auf einer Bühne mit weißem Boden und schwarzen Wänden stehen sich zwei Tänzer:innen gegenüber. Beide tragen schwarze Strümpfe, schwarze Shorts und weiße, ärmellose Hemden. Die performende Person auf der linken Seite hält eine Metallbarriere mit einem rot-weißen Streifen, der daran hängt. Ihr gegenüber, auf der rechten Seite des Bildes, steht die zweite performende Person und sieht sie aufmerksam an.
(c) D. Alisauskas

Agnietė Lisičkinaitė & Igor Shugaleev

CLAP & SLAP

Kampnagel, P1


18. Juni 2026, 21.30 h
19. Juni 2026, 18.00 h
Dauer 50 Minuten

Deutschlandpremiere

Regulär 28,-/ Ermäßigt 16,- EUR
Tickets


"CLAP & SLAP" untersucht die komplexe und lähmende Spannung, die nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Jahr 2022 in Osteuropa entstanden ist. Diese Spannung wird aus historischer, politischer, geografischer und sozialer Perspektive sowie anhand der persönlichen Erfahrungen der beiden Performer:innen Agnietė Lisičkinaitė und Igor Shugaleev beleuchtet. Auf der Bühne versuchen die beiden Künstler:innen einen Dialog, der außerhalb der Kunst unmöglich erscheint: einen Dialog zwischen der Angst und der Notwendigkeit zu handeln, zwischen kollektiver und persönlicher Verantwortung, zwischen persönlicher Tragödie und geopolitischer Katastrophe. Können wir Unterschiede respektieren, persönliche Überzeugungen hochhalten und individuelle Freiheiten schützen, ohne die Rechte anderer zu verletzen? Das ist die Frage, der sich die beiden und damit auch ihr Publikum stellen.

Agnietė Lisičkinaitė und Igor Shugaleev sind international für ihr politisch engagiertes Schaffen bekannt. Sie erforschen Protestkultur, die Auswirkungen politischer Regime und persönliche Interpretationen von Freiheit. Zentral in ihren kreativen Praktiken steht der körperlich erschöpfte Körper als Symbol der Unterdrückung.

Der in Belarus geborene Choreograph, Schauspieler und Performer Igor Shugaleev lebt und arbeitet in Warschau und verbindet in seinen Arbeiten physisches Theater, Ausdauerkunst und politischen Aktivismus. Sein Performance-Stück „375 0908 2334 / The Body You Are Calling Is Currently Not Available“ als Verkörperung des Protests gegen die belarussische Staatsgewalt wurde auf zahlreichen europäischen Festivals präsentiert.

Die litauische Choreographin, Performerin und Pädagogin Agnietė Lisickinaite bringt zeitgenössischen Tanz, politisches Engagement und zivilgesellschaftliches Engagement zusammen. Ihre Solo-Arbeit „Hands Up“ - eine partizipative Performance, die Gestik, Widerspruch und Solidarität erforscht - wurde in mehr als zehn europäischen Ländern gezeigt. 

Das Gastspiel findet mit freundlicher Unterstützung des Litauischen Kulturinstituts statt.

Idee und Choreographie: Agnietė Lisičkinaitė, Igor Shugaleev
Darsteller: Agnietė Lisičkinaitė, Igor Shugaleev
Komponistin: Agne Matulevičiūtė
Bühnenbildner: Oles Makukhin
Dramaturg: Bush Hartsor
Beratende Regisseurin: Olga Lapina
Lichtdesign: Povilas Laurinaitis
Produktion: Be Company / Agnietė Lisičkinaitė
Gefördert durch: Litauischer Kulturrat
Künstlerische Residenzen: Radialsystem Berlin, Studio ALTA, Bora Bora Tanzzentrum, Santarcangelo Festival


Gefördert als kultureller Leuchtturm durch:
Gefördert von:
Weiterer Hauptförderer:
Tanztriennale Hamburg e.V.
Agnietė Lisičkinaitė & Igor Shugaleev
Agnietė Lisičkinaitė & Igor Shugaleev
Agnietė Lisičkinaitė & Igor Shugaleev