nora chipaumire


Eine Person mit hochgebundenem Haar sitzt seitlich auf dem Boden eines hellen, industriell wirkenden Raums, ein Bein angewinkelt, das andere nach vorn ausgestreckt, und blickt direkt in die Kamera. Neben ihr hängen große Stoffbahnen in Türkis und Gelb, im Hintergrund liegt eine weitere Person am Boden.
(c) Marie Staggat

nora chipaumire

Dambudzo

Kampnagel, K4


19. Juni 2026, 20.00 h
20. Juni 2026, 20.00 h
Dauer 105 Minuten

Regulär 28,-/ Ermäßigt 16,- EUR
Tickets

Die Veranstaltung findet unbestuhlt statt. Das Publikum ist gebeten, sich frei durch die Performance-Räume zu bewegen. Es gibt rasche Handlungswechsel und unterschiedliche sensorische Reize mittlerer bis hoher Intensität. Diese können je nach eigener Positionierung auch körperlich nah kommen. Es kommt zu hoher Lautstärke. Gehörschutz steht kostenfrei zur Verfügung.


In einer durch Live-Performance animierten Skulptur-Sound-Installation schafft die Künstlerin nora chipaumire ein Haus voller radikaler, partizipativer Möglichkeiten für Dekolonisation. “Dambudzo”, was auf Shona “Unruhe” bedeutet, lässt die Ideen radikaler afrikanischer Denker:innen aufleben und verbindet sie mit nora chipaumires eigenen Gedanken und Erfahrungen, mit den aktuellen politischen Realitäten und dem Widerstand gegen eine (neo-)koloniale Kontrolle.

Die Künstlerin erforscht das revolutionäre Potenzial von Performance und setzt koloniale Hinterlassenschaften in Szene, indem sie eine simbabwische „Shabini“ zeigt - eine informelle Bar in Privathäusern, in der Menschen zusammenkommen, um über Widerstand und Auflehnung gegen den politischen Machtapparat zu reden. Durch körperlichen Ausdruck sucht nora chipaumire nach einer Sprache jenseits von Worten und versucht, die durch Sprache gesetzten Grenzen zu überwinden. Sie nutzt Bewegung als persönliches und universelles Kommunikationsmittel, das ein subtileres und intuitiveres Verständnis ermöglicht. 

nora chipaumire wurde 1965 im damaligen Rhodesien (heute Simbabwe) geboren. Sie ist geprägt durch koloniale Bildung für Schwarze Indigene Afrikas – bekannt als group B schooling – und setzt sich für den Erwerb und die Weitergabe von Wissen außerhalb der vorgeschriebenen Parameter ein. Ihre künstlerische Arbeit beschäftigt sich mit einer Ästhetik, die auf Widerstand, Verweigerung, Aushandlung und Widerspruch basiert. Diese Formen der Verweigerung zeigen sich in Bewegung, in Objekten und Nicht-Objekten, in Manifesten und Klang – sowie im Aufbau einer pädagogischen Praxis (nhaka), die das gegenwärtige Jetzt im Dialog mit der lebendigen Vergangenheit bearbeitet. 

Konzept & Kreative Leitung: nora chipaumire
Performer:innen: nora chipaumire, Tatenda Chabarwa, Joyce Delores Edwards, SoKo Jena, Fatima Katiji, Jonathan Kudakwashe Daniel, Mohamed Y. SHIKA, tyroneisaacstuart, Shamar Watt, Gilbert Zvamaida
Musikaufnahmen: Bhundu Boys
Filmproduktion: Mieke Ulfig
Tontechnik: Vusumuzi Moyo, Kwamina Biney
Technische Leitung: Heidi Eckwall, Bühnenbau: Irene Pätzug
Management: jay beardsley, Amélie Gaulier, Laetitia Tshombe
Buchung & Vertrieb: ArKtype / Thomas O. Kriegsmann, Astrid Rostaing
DAM ist ein Auftrag der Wiener Festwochen und des Festival d’Automne à Paris, produziert von nora chipaumire und entwickelt in Residenz mit Callie's Berlin.
Finanziert durch den Visual Arts Project Fund des Goethe-Instituts.
nora chipaumire inc. wird von der Mellon Foundation unterstützt.


Gefördert als kultureller Leuchtturm durch:
Gefördert von:
Weiterer Hauptförderer:
Tanztriennale Hamburg e.V.
nora chipaumire
nora chipaumire
nora chipaumire